Was sind die Folgen einer oralen Mukositis?

Schmerzen
Schmerz ist das Hauptsymptom der oralen Mukositis (OM). Er kann Essen und Trinken erschweren, gerade wenn der Krebspatient die notwendigen Nährstoffe braucht, um die aggressive Krebsbehandlung zu bewältigen. Ohne ausreichend Essen und Trinken fühlen sich die Patienten schwach, trocknen aus und verlieren an Gewicht. 

Infektion
Die Wunden und Geschwüre im Mund, die auf eine orale Mukositis zurückzuführen sind, sind ein ernstes Infektionsrisiko. Bei schlechter oraler Hygiene können Viren, Bakterien oder Pilze die offenen Geschwüre infizieren. Wenn das passiert, kann sich die Infektion auf die Blutbahn ausbreiten. Das nennt man Blutvergiftung oder Sepsis. Patienten, die eine Knochenmarktransplantation erhielten, sind gefährdeter für Infektionen und Sepsis, da die Behandlung dazu führt, dass der Körper anfälliger für Infektionen ist.

Geschmacksverlust
Die Zunge reagiert sehr empfindlich auf radioaktive Bestrahlung. Wenn sie bei der Bestrahlung betroffen ist, können die Geschmacksknospen auf der Zungenoberfläche beschädigt werden. Einige Patienten verlieren während der Bestrahlungstherapie sogar jegliches Geschmacksempfinden. Die Geschmacksknospen beginnen normalerweise innerhalb von 4 Monaten nach dem Behandlungsende wieder zu funktionieren, obwohl die langfristigen Auswirkungen von Person zu Person unterschiedlich sind und sich in einigen Fällen die Geschmacksknospen nie mehr vollständig erholen.

Behandlungsergebnis
Vielleicht ist die beängstigendste Folge der oralen Mukositis, dass einige Patienten so stark darunter leiden, dass sie die Chemotherapiedosis beeinflusst, die ihr Körper bewältigen kann. Das kann letztendlich den Erfolg der Krebsbehandlung beeinflussen.

Sonstige
Patienten mit oraler Mukositis schämen sich manchmal für ihren Zustand und verbringen immer weniger Zeit mit ihrer Familie, ihren Kindern und Freunden. Das kann in Kombination mit der Unfähigkeit zu essen und zu trinken zu sozialer Isolierung und psychischen Problemen führen.

Wenn eine ausreichende Nahrungsaufnahme nicht mehr möglich ist, muss der Patient unter Umständen auf enterale oder parenterale Ernährung umgestellt werden.

Wenden Sie sich immer an Ihren Arzt oder das Pflegepersonal, wenn Sie sich Sorgen über eine orale Mukositis machen.

Laden Sie zu ihrer eigenen Information ein Patienten-Informationsblatt zur oralen Mukositis herunter und eventuell auch ein Informationsblatt zur Weitergabe an das Pflegepersonal.

 
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Orale Mukositis
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